ULTRAVOX IM CAPITOL, OFFENBACH, 18.04.2010  
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An einem sonnigen Sonntagabend strömten ca. 850 Fans in das Offenbacher Capitol, eine ehemalige jüdische Synagoge. Während einige Leute schon mit Ultravox T-Shirts ausgerüstet waren, kam der Großteil der Zuschauer wohl eher aus Neugierde auf die „80-er Jahre Kultband“. Laut einem Mitarbeiter des Veranstalters war das Konzert praktisch ausverkauft, es gab nur noch einige Stehplatzkarten an der Abendkasse.

Das Meet & Greet fand in einem kleinen Ballsaal statt, eine sehr schöne Location wenn man an das „Hinterzimmer“ vom Duisburger Konzert letztes Jahr denkt. Midge, Billy, Chris und Warren waren wieder extrem entspannt, nachdem das Münchner Konzert vom Vorabend wohl sehr gut verlaufen war (O-Ton Midge: Yeah, it was fantastic!).

Warren schaute noch etwas müde drein, als alter Lang-Langschläfer war es für ihn wohl noch früh am Tag :-) Billy als Gentleman alter Schule begrüßte jeden Fan mit Handschlag, was den ein oder anderen doch etwas verblüffte. Ich fragte Midge bei einem kurzen Gespräch, was es denn mit der neuen Auflage seiner Bio auf sich hat, die laut Amazon.co.uk im September erscheint. Midge hat selbst kein neues Kapitel geschrieben und es hätte ihn auch niemand gefragt, er war genauso erstaunt, als er das erste Mal davon gehört hatte.

„MITRAS“ als Support spielte noch vor einem fast leeren Saal, erst kurz vor dem Erscheinen unserer Helden war der Saal gefüllt. Bei „New Europeans“ herrschte noch eine ehrfurchtsvolle Stille im Saal, die aber nach dem ersten Song schnell von tosendem Applaus abgelöst wurde.
Der Hesse an sich ist ja etwas zurückhaltender, deswegen dauerte es auch die ersten 2-3 Songs, bis die ersten Zuschauer von den Sitzen aufstanden und schließlich sich auch einige Leute nach vorne an den Bühnenrand trauten. Dann war der Funken aber endgültig übergesprungen und es wurde gesungen und getanzt.

Die „obligatorischen“ technischen Probleme am Anfang des Konzerts waren auch wieder dabei, Billy's Techniker musste wieder ein Problem mit dem kleinen Keyboard lösen und Midge forderte mehr Power vom Soundboard-Techniker, ob für seine Gitarre oder sein Mikro konnte man an seiner Gestik nicht genau erkennen.

Warren sorgte während des Konzerts noch für kurze Verwirrung bei seinen Bandkollegen, als er seinen Drumcomputer für „White China“ anwarf, obwohl der Song noch gar nicht dran war. Hätte das früher vielleicht noch zu heftigen Differenzen innerhalb der Band geführt, lachten sich Chris und Midge diesmal schlapp und auch Warren hatte nach seinem Fauxpas ein breites Grinsen im Gesicht. Die Herren sind halt älter und weiser geworden...

Für mich war es jetzt das 3. Konzert nach London und Duisburg, Bochum steht noch an. Ich kann und will nicht glauben, dass dann Schluss sein soll. Ich hoffe die Jungs bekommen schnell wieder Sehnsucht nach der Bühne und legen Ultravox nicht zu lange „auf Eis“, das schmilzt ja heutzutage wesentlich schneller durch die Klimaerwärmung. Please come back soon!!!

 
 
 

 
 

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