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Die nachfolgenden Artikel stammen alle aus der
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WIKIPEDIA. Unser Dank gilt den Verfassern dieser
außerordentlichen Recherchen und deren Fachkompetenz. So sollen die Beiträge
einen Überblick über die Bands darstellen in denen Midge tätig war. |
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Slik
waren eine schottische Popgruppe Mitte der 1970er, besonders bekannt für ihren
UK-Nummer-1-Hit „Forever and ever“ im Jahr 1976. Die Band startete mit Glam
Rock, änderten ihren Stil aber zu Soft Rock, womit der Erfolg eigentlich
vorprogrammiert war. Allerdings eroberte der Punk Rock damals die Charts und die
erfolgreichen Tage waren gezählt. Es war auch die Band, mit der Sänger und
Gitarrist Midge Ure seine ersten musikalischen Erfolge hatte.
Slik wurden im Juni 1970 aus der Glasgower Band ‚Salvation‘ gegründet, dabei
waren Kevin und Jim McGinlay, Nod Kerr, Mario Tortolano und Ian Kenny. Brian
Deniston ersetzte Ian Kenny im Dezember 1970 und Nod Kerr verließ im Mai 1971
die Band, gefolgt von Tortolano. Sie wurden ersetzt durch Matt Cairns am
Schlagzeug und Robin Birrel am Keyboard. Deniston verließ kurz nach dieser
Veränderung die Band und sie machten für ein knappes Jahr als Quartett weiter.
Dann verließen Birrel und Cairns die Band und man engagierte Kenny Hyslop als
Schlagzeuger, Billy McIsaac am Keyboard und Jim „Midge“Ure an der Gitarre. Sie
wurden erneut zum Quartett nachdem Kevin McGinlay sie im April 1974 verließ, um
eine Solokarriere zu verfolgen.
Im November 1974 änderten sie ihren Namen in Slik und taten sich mit den
Pop-Songschreibern Bill Martin und Phil Coulter zusammen. Diese schrieben u.a.
auch für die Bay City Rollers, welche damals Teenager-Lieblinge waren. Jetzt war
man bei Polidor unter Vertrag. Die Bandmitglieder legten sich Pseudonyme zu:
Midge, Oil Slik (Kenny Hyslop), Jim Slik (Jim McGinlay), Lord Slik (Billy
McIsaac). Diese wurden nach dem Misserfolg von „Boogiest Band in Town“, der
Debütsingle (welche auch zum Soundtrack des Films „Never Too Young To Rock“
gehörte), allerdings wieder über Bord geworfen. Auch die Anzüge wurden in
Baseball-Outfits aus den 1950ern getauscht. Man wechselte auch das Plattenlabel
und unterschrieb bei Bell Records.
Danach feierten sie ihren größten Erfolg, als im Februar 1076 die Single „Forever
and Ever“ die Nummer 1 in den britischen Singlecharts erreichte. Als Ergebnis
dessen wählten die Leser der Zeitung „The Sun“ Slik zur besten Newcomerband des
Jahres. Die Erfolgsformel wurde mit der nächsten Single „Requiem“ wiederholt,
welche in die Top 30 der britischen Charts kam, aber an den Erfolg von „Forever
and Ever“ nicht anschließen konnte. Ure wurde nach Singleveröffentlichung bei
einem Autounfall verletzt, daher mussten TV-Auftritte und die geplante Tour
abgesagt werden.
„Requiem“ startet mit den ersten Akkorden von Joaquín Rodrigo's "Concierto de
Aranjuez", welches für das „Geoff Love’s Orchester“ nur 2 Monate vorher ein
Nummer 3-Hit in Großbritannien war. Der Single folgte das Album „Slik“, welches
leider ein kommerzieller Misserfolg wurde und nur Platz 58 der britischen Charts
erreichte. Spätere Slik-Singles erreichten nicht einmal die Charts.
Im März 1977 verließ Jim McGinlay die Gruppe und wurde von Russel Webb ersetzt,
der die Uni abgebrochen hatte und für die letzten Slik-Auftritte blieb.
Kurz nachdem Webb einstieg und nach der letzten Tour entschied sich die Band,
Namen und Genre zu wechseln. Sie nannten sich nun PVC2 und spielten Punk, was in
der damaligen Zeit an Popularität gewann. In der zweiten Hälfte von 1977
veröffentlichte PVC2 den Song „Put You in the Picture“ bei Zoom Records, welcher
später im Repertoire der „Rich Kids“, Ures nachfolgender Band, wieder
auftauchte.
Slik / PVC2 trennten sich im September 1977, als Ure ausstieg und nach London
ging, um The Rich Kids beizutreten.
Nach Ure’s Abgang namen Webb, Hyslop und McIsaac Alex Harvey’s Cousin Willie
Gardner in ihre nächste Band, genannt „The Zones“ auf. Sie brachten ein paar
Singles und 1979 das Album „Under Influence“ heraus (welches Midge Ure als einen
der Beteiligten benennt). Dann trennten sich schnell ihre Wege. Webb und Hyslop
traten The Skids bei und McIsaac verabschiedete sich von der Popmusik-Szene. In
den 1980ern gründete er die Billy McIsaac Band.
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Deutsche Übersetzung von Susanne Gütschow |
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Der Manager der Sex
Pistols Malcolm McLaren schickte am 28. Februar 1977 ein Telegramm an den NME in
dem er die Trennung Matlocks von den Sex Pistols bestätigte. Matlock reagierte
auf das Telegramm mit der Ankündigung, eine neue Band namens Rich Kids zu
gründen, um seine eigenen musikalischen Vorstellungen zu verwirklichen. Im Mai
1977 bestand die Gruppe neben Matlock aus Rusty Egan am Schlagzeug und Steve New
an der Gitarre. Steve New war 1975 für ca. einen Monat lang Gitarrist bei den
Sex Pistols gewesen und war für Matlock kein unbekannter. Die Rich Kids suchte
noch einen Sänger und schalteten eine Anzeige. Angeblich waren Paul Weller,
Howard Devoto, Kevin Rowland und Mick Jones im Gespräch. Mick Jones spielte für
ein paar Auftritte bei den Rich Kids mit. Er war jedoch mit der Entwicklung bei
der Band unzufrieden und ging zu den Clash zurück. Letztendlich wurde Midge Ure
als Sänger verpflichtet. Ure wurde im Jahr 1975 schon einmal von Malcom McLaren
als Sänger für die Sex Pistols umworben. Er hatte McLaren damals abgesagt weil
er in der Teenager-Popgruppe Slik gebunden war. Die hatte sich inzwischen
aufgelöst und Ure trat im Oktober 1977 den Rich Kids bei.Im gleichen Monat
unterzeichnete die Band einen Plattenvertrag bei EMI. Glen Matlock hatte schon
einmal mit den Sex Pistols bei EMI unter Vertrag gestanden, den die EMI mit
wirtschaftlichen Verlusten im Januar 1977 annulliert hatte.
Während ihrer kurzen Karriere von März 1977 bis Dezember 1978 veröffentlichten
The Rich Kids ein Album und drei Singles. Die erste Single Rich Kids erreichte
Platz 24 in den britischen Charts. Die zwei darauf folgenden Singles konnten an
diesen Erfolg nicht anknüpfen. Das Album Ghosts Of Princes In Towers erreichte
Platz 51 und hielt sich nur eine Woche in den Charts. Für das Album unterstützte
Ian McLagan von den Small Faces die Band bei einigen Stücken. Der Kritiker
Adrian Thrills beklagte im britischen Sounds Magazin vom 2. August 1978 den
dumpfen Klang der Produktion von Mick Ronson.
Schon vor der Veröffentlichung des Albums gab es innerhalb der Band Diskussionen
über den Inhalt. Matlock und Steve New waren mit dem poppigeren Material das
Midge Ure beisteuerte nicht einverstanden. Midge Ure verteidigte seine Stücke
vehement und argumentierte mit seiner langjährigen Erfahrung im Musikgeschäft.
Als Folge driftete die Band auseinander. Im Frühjahr 1979 hatten Matlock und New
schon wieder eine neue Band die sich zunächst Jimmy Norton's Explosion und
später The Spectres nannte. Rusty Egan und Midge Ure hielten sich in der
New-Romantic-Szene auf und gründeten mit Steve Strange die Band Visage. Die
offizielle Auflösung der Rich Kids wurde erst Mitte 1979 verkündet.
The Rich Kids zählten zu den ersten britischen Vertretern des Power Pop, ein
Stil der beeinflusst war von Gruppen der 1960er Jahre wie The Small Faces oder
The Who, jedoch gemixt mit härteren Rocktönen und Punk. Dabei distanzierten sie
sich jedoch bewusst von der Punkszene. |
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Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rich_Kids |
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Die Band bildete sich
1978 in dem Londoner Nachtclub Billy’s. Betreiber des Clubs in der Meard Street
im Stadtteil Soho war der 19-jährige Waliser Steve Strange, dessen DJ Rusty Egan.
Egan war zeitgleich auch Schlagzeuger der Band The Rich Kids. Der 25-jährige
Schotte Midge Ure war dort als Sänger, Gitarrist und am Synthesizer tätig. Egan
veranstaltete regelmäßige Abende mit elektronisch beeinflusster Tanzmusik.
Unzufrieden mit der musikalischen Ausrichtung der „reichen Kinder“, dessen
Frontmann Glen Matlock mit Strange befreundet war, suchten Egan und Ure nach
Möglichkeiten, von Kraftwerk und David Bowie beeinflusste elektronische Popmusik
zu machen, und taten sich mit Strange zusammen, der vorher bei The Moors
Murderers und The Photons erste musikalische Erfahrungen als Sänger gesammelt
hatte. Als Trio nahmen sie zunächst mit ungenutzten Studiozeiten der Rich Kids
noch als Steve Strange Project Demos auf; unter anderem eine Cover-Version des
Titels In the Year 2525 von Zager and Evans.
Das Billy’s war ein Club, der damals von vielen Musikern aus der Londoner Szene
besucht wurde, und so kamen 1979 die neuen Bandmitglieder Barry Adamson, John
McGeoch und Dave Formula von der Band Magazine hinzu, sowie zuletzt Billy Currie,
Keyboarder und Violinist bei Ultravox und Gary Numan. Über Billy Currie schloss
sich Midge Ure Ultravox an, deren Sänger John Foxx zuvor ausgestiegen war,
nachdem die Band im Januar 1979 den Plattenvertrag mit Island Records verloren
hatte. Als das Billy’s 1979 zu klein wurde, zog der Club in die Great Queen
Street im Stadtteil Covent Garden um und nannte sich Blitz. Das Blitz galt als
der Ursprung für die Modebewegung New Romantic, da Strange dort als Türsteher
berüchtigt dafür war, nur die als Blitz-Kids bekannten, modebewussten Gäste
einzulassen. Das wegen der Verpflichtungen der Mitglieder in anderen Bands als
reines Studioprojekt geplante Sextett (Adamson galt nicht als vollwertiges
Mitglied) gab sich den Namen Visage und unterschrieb zunächst einen
Plattenvertrag bei Radar Records. Die Bedeutung des Namens Visage (französisch
für „Gesicht“) stand laut Strange aber auch für Visual Age (englisch für
„Zeitalter der Visualität“) und unterstrich damit die Wurzeln im Glam-Rock. Die
erste Single Tar veröffentlichte Visage im September 1979.
Die Musik und Basissequenz der zweiten Single Fade to Grey wurde von Billy
Currie und Chris Payne während der Soundchecks auf der
Pleasure-Principle-Tournee von Gary Numan geschrieben. Midge Ure steuerte den
Text bei, Egans belgische Freundin Brigitte Arens sang die französischen
Textzeilen ein.
1980 markierte den kommerziellen Durchbruch. Strange trat neben einigen anderen
Blitz-Kids in David Bowies Video Ashes to Ashes auf und das Debütalbum Visage
wurde im November beim Major-Label PolyGram veröffentlicht. Richard James
Burgess von der Band Landscape programmierte am Fairlight für einige Songs auf
dem Debütalbum Sounds. Burgess prägte auch den Begriff New Romantic und
produzierte die beiden ersten Studioalben der New-Romantic-Band Spandau Ballet.
Visage wurde im Genetic Sound Studio von Martin Rushent in Reading (Berkshire)
eingespielt und im Mayfair Sound Studio in London abgemischt. Die Single Fade to
Grey erschien zeitgleich mit dem Album, wurde 1981 ein weltweiter Clubhit und
stieg in 21 Ländern an die Chartspitze (darunter sieben Wochen Platz eins in
Deutschland). Album und Single erhielten in Großbritannien jeweils Silberne
Schallplatten und in Deutschland sogar Gold-Status. Fade to Grey kennzeichnet
den Beginn des kommerziellen Durchbruchs für die elektronische Popmusik der
frühen 1980er-Jahre und der New Romantic-Bewegung, die auf diese Weise auch im
Mainstream bekannt wurde. Trouser Press attestierte dem Debüt „jederzeit
tanzbare und packende Songs“.
Mit den Singles Mind of a Toy vom März 1981 und The Damned Don’t Cry vom Januar
1982 folgten zwei weitere Hits. Aufgrund der Verpflichtungen vieler
Bandmitglieder in ihren eigenen Bands (Ure und Currie bei Ultravox, Formula bei
Magazine und McGeogh bei Siouxsie and the Banshees) und den Weggang von Adamson
zu Pete Shelley und später The Birthday Party gestaltete sich die terminliche
Abstimmung für Aufnahmen zum zweiten Studioalbum als schwierig. Im Herbst 1981
kamen bis auf McGeogh alle Musiker für die Aufnahmen zum 1982er-Album The Anvil
in den Maifair-Studios zusammen. Das Album hatte Cover-Fotos von Helmut Newton
und das Design steuerte Peter Saville bei. Außer in Großbritannien waren die
Verkaufszahlen enttäuschend und die Band begann sich aufzulösen. Melody Maker
befand: „eher Tanzmusik als engagierte Statements“.
Midge Ure gab in einem Interview anlässlich der RTL-Chartshow zu Protokoll, dass
sein Ausstieg eine Reaktion auf die zunehmend lächerliche Verrücktheit von Steve
Strange gewesen sei. Der letztendliche Auslöser hierfür war ein Auftritt in New
York, bei dem Strange auf einem Kamel die Fifth Avenue entlangritt.
Möglicherweise spielte aber auch Stranges Heroinmissbrauch eine Rolle, denn
Strange feuerte das Management der Band, Chris Morrison und Chris O’Donnell, die
auch Ultravox betreuten.
Das dritte und letzte Album Beat Boy wurde nach dem Ausstieg von Ure, Formula
and Currie mit den neuen Bandmitgliedern Steve und Gary Barnacle sowie Andy
Barnett bereits 1982 und 1983 in den Londoner Trident Studios eingespielt, aber
aufgrund von Rechtsstreitigkeiten mit dem gefeuerten Management erst 1984
abgemischt und veröffentlicht. Formula und Currie beteiligten sich noch an der
Komposition des Songs Only the Good (Die Young), waren aber zum Zeitpunkt der
Veröffentlichung des Albums nicht mehr Mitglieder der Band. Die neuen
Bandmitglieder sollten aus dem Studioprojekt Visage eine Liveband machen. Der
kommerzielle Erfolg blieb aber aus, so dass die Band sich 1985 auflöste. |
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Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Visage_(Band) |
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Nach der Tour machte die
Band im Februar 1980 Chrysalis Records auf sich aufmerksam und erhielt im April
einen Plattenvertrag. Ultravox verpflichtete Chris Morrison und Chris O’Donnell,
das Managementteam von Thin Lizzy und Phil Lynott, als Manager der Band. Bei RAK Records in London aufgenommen wurde in Conny Planks Studio das erste
Chrysalis-Album Vienna mit Plank als Koproduzent und Toningenieur fertiggestellt
und am 11. Juli 1980 veröffentlicht. Aus dem Album wurden insgesamt vier Singles
ausgekoppelt: Sleepwalk, Passing Strangers, das Titelstück Vienna und All Stood Still. Alle vier Singles konnten sich in den
britischen Top 75 platzieren, Vienna stand vier Wochen lang auf Platz zwei. Das
Album erreichte Platin-Status für mehr als 300.000 und die gleichnamige Single
Gold-Status für mehr als 400.000 verkaufte Tonträger. Der einsetzende
kommerzielle Erfolg veranlasste Island Records, am 6. Juni 1980 unter dem Titel
Three Into One ein Best-of-Album mit Songs aus der Island-Zeit herauszubringen.
Anfang 1981 wurde die Single Slow Motion neu veröffentlicht und erreichte
ebenfalls die britischen Top 75. Auch außerhalb Großbritanniens blieb der
kommerzielle Erfolg nicht aus: Vienna eroberte in Irland, den Niederlanden und
Belgien die Chartspitze und in Australien und Neuseeland Platzierungen in den
Top 20. Die britische Presse ließ für die „atmosphärische Elektronik“ (Quelle:
New Musical Express) nicht „den geringsten Zweifel an ihrer musikalischen
Meisterschaft“ (Quelle: Sounds). Der Ultravox-Sound erreichte durch Ures
prägnante Stimme und präzise Gitarrenriffs einen hohen Wiedererkennungswert.
Im Juni 1981 versammelte sich die Band erneut im Studio von Plank, um das Album
Rage in Eden aufzunehmen. Die erste Single The Thin Wall wurde am 14. August
1981 veröffentlicht, das Album selbst am 11. September. Am 29. Oktober 1981
wurde mit The Voice die zweite Single ausgekoppelt. Beide Singles erreichten die
britischen Top 20, das Album die britischen Top 10 und Gold-Status. Im
deutschsprachigen Raum konnte sich nur das Album in den deutschen Top 50
platzieren. Teilweise entstanden ausgefallene Arrangements, die sich dem Zuhörer
nicht auf Anhieb erschließen. So wurde beispielsweise die Titelzeile aus I
Remember (Death in the Afternoon) im Hintergrund des Titelstückes Rage in
Eden rückwärts eingespielt. Die B-Seiten der Singles
umfassten – wie schon bei Vienna – Songs, die nicht auf den Alben enthalten
waren und erst zehn Jahre später auf den beiden Rare-Alben neu veröffentlicht
wurden. In kreativer Weise nutzte die Band die technischen Möglichkeiten der
damaligen Zeit und festigte ihren eigenen Stil. Das Presseecho war geteilt:
Während Melody Maker „Bestätigung, Konsolidität und Stil“ erkannte, fand Creem
das Werk „steril, inhuman und faschistisch“. Im Anschluss an die
Veröffentlichung startete die Band eine sechsmonatige Welttournee mit
mittelmäßiger Resonanz in den Vereinigten Staaten.
1982 wurde das nächste große Projekt der Band eingeleitet. Nach zwei Studioalben
und kommerziellem Erfolg in Europa und Asien wurde mit George Martin der
Erfolgsproduzent der Beatles für das dritte Chrysalis-Album Quartet
verpflichtet, um in den USA den Durchbruch zu schaffen. Das Album wurde in etwa
vier Wochen in den Londoner AIR Studios aufgenommen und auf der Karibikinsel
Montserrat fertiggestellt. Zunächst veröffentlichte die Band am 16.
September 1982 die Single Reap the Wild Wind, einen Monat später das Album.
Anschließend wurden mit Hymn, Visions in Blue und We Came to Dance drei weitere
Singles ausgekoppelt. Alle Titel erreichten Platzierungen in den britischen Top
20, Hymn die Top 10 in Deutschland und in der Schweiz. Mit Quartet und der
Single Reap the Wild Wind hatte Ultravox die höchste Chartplatzierung in den
amerikanischen Billboard-Charts. Die Süddeutsche Zeitung nannte Ultravox „die
führenden Vertreter der elektronisch aufbereiteten Rockmusik“. Im November
1982 startete die Band die zweite Welttournee, die im Mai 1983 in Japan endete
und wegen des Bühnenbildes auch als Monument-Tour bezeichnet wurde.
Hervorzuheben sind die Konzerte vom Dezember 1982 im Londoner Hammersmith Odeon,
weil sie für das gleichnamige Livealbum und ein 31-minütiges VHS-Video
mitgeschnitten wurden. Die für die Bühnenauftritte notwendige Synthesizer- und
Bühnentechnik nahm die Züge einer Materialschlacht an, was die Band später zu
einem Umdenken brachte: Chris Cross bekannte im Tourbook für die spätere U-Vox
Welttournee 1986/87: „No more gothic monstrosities!“ („keine schauerlichen
Monstrositäten mehr“).
Midge Ure im Bristol Hippodrome, 24. April 1984 veröffentlichte die Band mit
Lament das vierte Studioalbum bei Chrysalis. Durch Nutzung eigener Tonstudios
hatten die Musiker mehr Freiräume bei der kompositorischen Arbeit. Das Album
wurde in Ures Musicfest Studios in London aufgenommen und selbst produziert. Es
wurden drei Singles veröffentlicht, von denen Dancing With Tears in My Eyes auch außerhalb Großbritanniens ein kommerzieller Erfolg war. Die
Presse sprach vom bekannten „englischen Kathedralen-Sound“ (Quelle: Süddeutsche
Zeitung) und „altbekannten Floskeln“ (Quelle: Musikexpress), obwohl das
Album unter anderem durch weibliche Backing Vocals und vorprogrammierte
Gesangssamples stilistisch eine Weiterentwicklung darstellte. Bis 1984 gehörte
Ultravox zu den erfolgreichsten Bands der New Wave-Zeit und wurde mit Bands wie
Depeche Mode und The Cure in einem Atemzug genannt. Neben den eigenen Alben
steuerten Ure und Cross auch die Musik zum Levi’s-Werbespot Rivets bei und
komponierten die Titelmusik zum Spielfilm Max Headroom, der Auftakt für eine
nachfolgende Serie gleichen Namens war.
Midge Ure schrieb im November 1984 zusammen mit Bob Geldof Do They Know It’s
Christmas? für das Band Aid-Projekt, um Geld gegen den Hunger in Äthiopien zu
sammeln. 1985 machte Ultravox eine kreative Pause, weil Ure mit den
Vorbereitungen für Live Aid und seinem ersten Soloalbum beschäftigt war. Die
Schaffenspause wurde mit dem Best-of-Album The Collection und der gleichnamigen
Zusammenstellung der Videos auf VHS überbrückt. Ultravox trat am 13. Juli 1985
im legendären Live Aid-Konzert im Wembley Stadion letztmals vor der Reunion 2009
in der Besetzung Ure, Currie, Cross und Cann auf. Cann verließ die Band nach
musikalischen Differenzen während der Vorbereitung des nächsten Albums.
1986 erschien das von Plank koproduzierte und in Köln sowie in Curries Hot Food
Studios in London aufgenommene Album U-Vox im Bestreben, die Band angesichts der
ausklingenden New Wave-Bewegung musikalisch weiterzuentwickeln. Neben Plank
wurde erneut George Martin als Produzent verpflichtet. Schlagzeuger Mark
Brzezicki von Big Country ersetzte Warren Cann. Die Versuche, neue Wege zu
beschreiten, kamen insbesondere in der Verwendung echter Blasmusiker bei Same
Old Story und The Prize, der Zusammenarbeit mit der irischen Folkgruppe The
Chieftains für die Single All Fall Down und der von George Martin arrangierten
und mit Orchester eingespielten Single All in One Day zum Ausdruck. Der
kommerzielle Erfolg für U-Vox blieb jedoch aus. Nach der anschließenden
Welttournee gingen die Bandmitglieder ab 1987 getrennte Wege und verkündeten im
November 1988 die Auflösung von Ultravox. |
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Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ultravox |
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Stand 02.10 |
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